WWas ist notwendig?

Bereits im frühen Kindesalter ist es wichtig, dass auf einen emotional, psychologisch und physisch gesunden Lebensstil zu achten. Dennoch existieren bislang nur sehr wenige vergleichende europäische Sozialstudien, die darauf abzielen, zu zeigen, welche die besten politischen Ansätze sind, um das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Daher ist es wichtig, Forschung in Fürsorge, Bildung, Freizeit und weiteren Aspekten des Wohlbefindens voranzutreiben. Damit ergeben sich zwangsläufig umfangreiche methodische Herausforderungen.

Was machen wir?

Im Projekt Measuring Youth Well-Being (MYWeB) untersuchen wir die Machbarkeit einer Langzeitstudie, die es ermöglicht, ein komplettes Abbild des Erwachsenwerdens nachzuzeichnen: von der Geburt bis zum Ende der Ausbildung eines Kindes. Dies beinhaltet auch den Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt sowie die eigene Elternschaft. Um all diese Ereignisse und ihre Dynamiken nachvollziehen zu können, wird ein langzeitlich angelegter interdisziplinärer Forschungsansatz benötigt. Die Schlüsselelemente unserer Machbarkeitsstudie sind dabei:


  • Begutachtung aktueller Politikansätze zu diesem Thema,
  • Datensammlungen,
  • Entwicklung von Optionen für die Durchführung einer Langzeitstudie, sowie die
  • Bewertung dieser Optionen in Hinblick auf deren technische, politische und finanzielle Machbarkeit.

MYWeB zielt dabei auf einen Ansatz ab, der sowohl die Anforderungen der Politik als auch der Wissenschaft gleichermaßen berücksichtigt. Die Projektergebnisse geben Empfehlungen für eine europäische Langzeitstudie (European Longitudinal Study for Children and Young People — ELSCYP), die sowohl wissenschaftliche als auch politische Anforderungen erfüllen soll.

Dass MYWeB der Balance zwischen Wissenschaft und Politik gerecht wird, ist durch die Anwendung von Bewertungsmethoden gesichert, die garantieren, dass die Ergebnisse methodisch robust, technisch durchführbar und finanziell effizient sind. Eine Pilotstudie, die in sechs Ländern durchgeführt wird, liefert dabei die empirischen Daten. Zudem geben die Feldexperimente direkte Hinweise auf die Machbarkeit von ELSCYP. Zusätzlich ist durch den Austausch mit Experten aus den einschlägigen Politikbereichen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Ergebnisse des Projekts von der Politik wahrgenommen werden.

Die zusätzlichen Informationen, die eine Langzeitstudie im Vergleich zu Längsschnittstudien liefern kann, werden zudem Einfluss auf die politischen Agenden haben. Außerdem werden Kinder und Jugendliche in das Projekt integriert, damit sie selbst zum Verständnis von Wohlbefinden und den geeignetsten Vorgehensweisen der ELSCYP beitragen können.

Wer ist das Team?

MYWeB besteht aus einem Konsortium von14 Forschungseinrichtungen.


Das MYWeB Konsortium umfasst Forscher verschiedener Disziplinen und bietet Expertenwissen auf den Gebieten Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen, Kinderfürsorge, Bildung, Umwelt (in der Kinder aufwachsen), Kinder- und Jugendarbeit sowie Freizeit und Teilhabe. Zudem ist jedes Team in der Durchführung von Studien erfahren. Jeder Haupt- und unterstützende Partner des Konsortiums ist auch in dem FP7-Projekt MYPLACE involviert. Somit verfügen alle Partner über direkte Erfahrungen kooperativ und interdisziplinär in einem großen und komplexen Projekt zu arbeiten und die vertraglich vereinbarten Ziele zu erreichen. Das Konsortium umfasst damit ein Team, das international ein hohes Ansehen bei der Durchführung von Langzeitstudien genießt. Darüber hinaus wird das Projekt zusätzlich von führenden einschlägig arbeitenden Experten unterstützt.

Wann findet das Projekt statt?

Das Projekt wurde im März 2014 gestartet und wird sich über einen Zeitraum von 30 Monaten erstrecken.

Kontaktinformation

  • Thomas Flink
  • UNIVERSITAET BREMEN
  • Bibliothekstrasse 1
  • 28359 BREMEN
  • Germany
  • Tel.: +49 421 21860550
  • Fax: +49 421 2189860561

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